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Alkohol ist GROSSARTIG
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Subtitles (365 segments)
Alkohol ist die gefährlichste Substanz
der Welt. Jedes Jahr tötet sie mehr
Menschen als Terror, Kriege, Morde und
Unfälle zusammen. Sie fordert Millionen
Verletzte durch Unfälle, Gewalt und
Verbrechen und macht Hunderte Millionen
[musik] krank. Würde es Alkohol nicht
schon geben, wäre seine Erfindung heute
und doch trinken über 2 Milliarden
Menschen Alkohol. Die meisten können
sich [musik] Grillen ohne Bier nicht
vorstellen. Eine Hochzeit ohne Wein,
elegante Feiern ohne Champagner. Wir
[musik] trinken am Wochenende, weil
Wochenende ist, aber auch nach der
Arbeit, wenn wir gestresst sind [musik]
oder entspannt, traurig oder glücklich,
daheim oder draußen. Alkohol ist
Paradox. Warum halten wir so sehr an dem
fest, [musik] was uns am meisten
schadet? Du nach einem Drink.
Alkohol ist eine biologische Waffe. Er
wird von Hefe bei der Gehrung
produziert, um Konkurrenz auszuschalten.
In Drinks wird er mit Wasser gemischt
und mit allem möglichen aromatisiert,
[musik] von Früchten bis hin zu
Karamell. Mit einem einzigen Schluck
fluten Trilliarden Alkoholmoleküle,
[musik]
Magen und Dünndarm. Von hier aus geht's
weiter zur Leber, deinem wichtigsten
Detoxzentrum [musik] und anderen Organen
wie deinem Gehirn. Deine Leber kann aber
nur etwa einen Schluck Bier alle 5
Minuten verarbeiten. Trinkst du also
nicht super langsam, ist sie bald
überfordert, [musik] während dein Gehirn
immer mehr überflutet wird. Hier beginnt
das Chaos. Die Eindringlinge lassen die
Neurotransmitter und Rezeptoren in
deinem Gehirn verrückt spielen. Das ist
so komplex, dass die Wissenschaft es bis
heute nicht ganz durchschaut hat. Klar
ist, dass Alkohol deine Neuronen
betäubt, sie verlangsamt und ihre
[musik] Kommunikation stört. Das hat
mehrere Folgen. Es betäubt dich und
reduziert Stress. Es betäubt den
präfrontalen Kortex, das Zentrum für
Entscheidungsfindung und
Selbstkontrolle, was er enthemthemmt und
dich eher Dinge sagen oder tun lässt,
die du sonst lassen würdest. Und es
schüttet Endorphine aus.
Wohlfühlmoleküle,
die eng mit sozialer Verbundenheit
verknüpft sind. Sie entstehen auch, wenn
wir mit anderen lachen, singen oder
tanzen. Sie machen flüchtige Momente zu
bleibenden [musik] Erinnerungen. Nach
ein paar Gläsern fühlt sich nicht nur
die Welt leichter an, das Zusammensein
wird leichter. Die unsichtbaren Mauern
der Unsicherheit werden abgebaut und du
wirst einfach etwas mehr. Du traust dich
zu lachen, zu singen, [musik] Freude und
Sorgen zu teilen. Gespräche fließen
besser, wir lächeln länger und Fremde
werden leichter [musik] zu Freunden oder
labern. Für eine Weile fühlt es sich an,
als müsstest du das schwere Gewicht des
Menschseins nicht mehr alleine tragen.
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