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Das Nibelungenlied – Welche historische Fakten stecken hinter dem Mythos? | Terra X
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Subtitles (132 segments)
Ein Drache, ein Schatz, ein Schwert: Dafür ist das Nibelungenlied berühmt.
Der mythische Held: Siegfried – schön, stark, unverwundbar.
Wieviel historische Wahrheit enthält das Nibelungenlied, und was erzählt es über die höfische Welt des Adels?
Höhepunkt des ersten Kapitels im Nibelungenlied ist ein schrecklicher Traum:
Ein Falke – aufgezogen von der jungen Kriemhild – wird von Adlern gejagt und schließlich getötet.
"Kriemhild, sieh mich an ... sieh mich an!"
Am Anfang der Geschichte ist Kriemhild ein heranwachsendes Mädchen - entschlossen, sich niemals zu verlieben.
Denn sie hatte einen prophetischen Traum, in dem sie einen Mann liebt, ihn aber dann verliert.
Sie ist eine Adlige, die Träume hat, die ihr die Zukunft voraussagen.
So steht es in der „Handschrift C“ aus dem 13. Jahrhundert.
Das Epos beginnt mit: „Uns sind in alten Mären Wunder viel gesagt, von Helden reich an Ehren, von Kühnheit unverzagt“.
In einer Version aus dem 16. Jahrhundert hingegen stehen nicht die männlichen Helden, sondern Kriemhild im Mittelpunkt der Geschichte.
Dieses Manuskript hat die Überschrift: „Dies ist Kriemhilds Buch“. Die Geschichte dreht sich fast nur um sie.
Sie beginnt mit ihr, endet mit ihr und wird angetrieben von ihrem Verlangen nach Rache für den Tod des Ehemannes.
Kriemhild, die Schwester von König Gunther, wird für ihre Schönheit und Tugend weit über die Reichsgrenzen hinaus gerühmt.
Viele Edelmänner haben schon um sie geworben – doch ohne Erfolg.
Die junge Frau will niemals heiraten. Das hat sie sich als Kind geschworen. Doch als Siegfried nach Worms kommt, weckt der Fremde ihre Neugier.
Wer ist er, und was will er in Worms?
Gunther, König der Burgunder, ist Kriemhilds Vormund. Sein Hof entspricht dem mittelalterlichen Idealbild – bestens organisiert, reich und glanzvoll.
In diese höfische Ordnung bricht Siegfried ein – der mythische Held mit den übernatürlichen Kräften, der aus einer völlig anderen Zeit zu stammen scheint.
Er kennt keine Angst, überschreitet Grenzen. Und er will Kriemhild zur Frau.
Ganz anders Gunther, der streng nach Etikette handelt. Es sind zwei Welten, die in Worms aufeinanderprallen.
Den Schauplatz für das erste Zusammentreffen zwischen den beiden Edelmännern wählt der Autor des Epos mit Bedacht:
Als das Nibelungenlied um 1200 entsteht, sind die Staufer an der Macht und Worms ist ihr politisches Zentrum.
Das Nibelungenlied schildert die höfische Gesellschaft der Stauferzeit nicht, wie sie gern sein möchte.
Sondern es schildert die höfische Gesellschaft der Stauferzeit so, wie sie war.
Nämlich in einem Spannungsfeld zwischen Idealen und tatsächlichen Handlungen, die sehr häufig mit Gewalt, Verrat, Betrug, Auseinandersetzungen verbunden waren.
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