The video owner has disabled playback on external websites.

This video is no longer available on YouTube.

This video cannot be played right now.

Watch on YouTube

Débloquez les outils d'apprentissage IA

Inscrivez-vous pour accéder à des outils puissants qui vous aident à apprendre plus vite avec chaque vidéo.

Explication de scne Chasseur de phrases Rvision par flashcards Pratique de répétition Répondre
S'inscrire gratuitement
B1 Intermdiaire Allemand 26:31 Educational

Drogen, Alkohol, Medikamente: Ich arbeite 2 Tage in einer Klinik für Suchterkrankungen

PULS Reportage · 627,570 vues · Ajouté il y a 3 jours

Statistiques d apprentissage

B1

Niveau CECRL

5/10

Difficulté

Sous-titres (337 segments)

00:03

Jede zehnte Person in  Deutschland hat ein Suchtproblem. 

00:10

Tasche, einmal alles aufs Bett. Aber wie kommt man da wieder raus? 

00:15

Bei Patienten, wo wir wissen, die neigen  dazu, Sachen reinzuschmuggeln, da gehen wir zu  

00:19

zweit rein, weil sie sonst leider oft ausufern  und nicht mehr in diesem Rahmen hier haltbar sind. 

00:25

Ich arbeite zwei Tage als Pfleger  auf einer Münchner Entzugsstation. 

00:29

Und was mir auch aufgefallen ist, jetzt  alleine, wenn man sich die Namen anschaut:  

00:33

Das sind Professoren dabei, Doktoren, Menschen  aus ganz anderen Schichten wahrscheinlich. Das ist  

00:37

einfach halt ein Spiegel der Gesellschaft. Man ist nicht gefeilt vor der Sucht, ganz egal,  

00:41

wie gut man in der Schule war oder auch nicht. Ich will wissen: Was passiert in so  

00:45

einer Suchtklinik? Meine erste Nacht  

00:47

war erstmal ein Polizeieinsatz. Dann kam es  sofort zur Eskalation, Kopfnuss, blutige Nase. 

00:54

Was leisten Pflegerinnen und Pfleger, um Betroffenen  aus der Drogensucht zu helfen? 

00:58

Steffi: Genau, mach auf. Weißt ja, wie. 

01:00

Patient: Ganz aufmachen und  alles in die Hand kippen. 

01:03

Steffi: Ja, genau so nicht. Kevin: Guter Versuch. 

01:06

Und wie schwer ist es wirklich, davon loszukommen? Ich hab alles gehabt. Traumgarten, Traumwohnung,  

01:11

Traumfrau, geilen Job. Alles da  gewesen. Ich hab das alles selber verkackt. 

01:18

Ganz in blau. Herzlich Willkommen, bei uns auf der Station C4. 

01:23

Die Station C4 für Suchtkranke im LMU Klinikum  München ist eine der wichtigsten Anlaufstellen  

01:28

für Süchtige, die einen Entzug machen wollen.  Hier behandeln sie alles - von Alkoholsucht über  

01:33

illegale Drogen bis zu Spielsucht. Ich darf heute Stefani begleiten. 

01:38

Herzlich willkommen, hier ist mein Team. Stefanie arbeitet seit anderthalb Jahren  

01:42

als Pflegefachfrau und stellvertretende  Stationsleitung hier auf der Entzugsstation. 

01:46

Die Übergabe vom Nachtdienst steht an: Stefani  arbeitet heute gemeinsam mit Kollegin Alex im  

01:52

Frühdienst. Eigentlich hat die Station 22  Betten, die fast durchgängig belegt sind.  

01:57

Übers Wochenende wurde sogar ein zusätzliches  Bett aufgestellt, weil es dringend benötigt  

02:01

wurde. Und gleich zu Beginn ein Downer: Die hatte einen Rückfall. Kam aber nur  

02:11

mit 0,15 Promille und hat anscheinend  einen Apfelwein zuhause getrunken. 

02:17

Übers Wochenende dürfen manche  Patient:innen außerhalb der Klinik  

02:20

übernachten - die sogenannte Belastungserprobung. Bei einem anderen Patienten ist es am Wochenende  

02:27

mehr als ein Apfelwein geworden ... Der war in seinem Wohnheim und ein  

02:34

guter Freund von ihm hatte Stress mit einem  und dann musste er sich mit drei Leuten  

02:39

schlagen und hat... so Probleme da gehabt,  dass er gleich zu fünf Bier gegriffen hat. 

02:48

Bevor es mit der ersten Aufgabe  losgeht, verschaffe ich mir mit  

02:51

Steffi noch einen Überblick über die heutigen  Patientinnen und Pateinten auf Station.

02:56

Und was mir auch aufgefallen ist, jetzt alleine,  

02:58

wenn man sich die Namen anschaut und so, das ist  schon einfach halt ein Spiegel der Gesellschaft,  

03:04

da sind Professoren dabei jetzt  gewesen, Doktoren, Menschen aus  

03:09

ganz anderen Schichten wahrscheinlich. Man ist nicht gefeilt vor der Sucht,  

03:12

ganz egal, wie gut man in der Schule  war und wie gut das soziale Umfeld ist. 

03:17

Und ist da jetzt auch jemand dabei, der oder die  schon zum wiederholten Male bei euch aufläuft? 

03:23

Ja, also wir haben tatsächlich aktuell drei  Patienten, die jetzt zum mehrfachen, ich glaube  

03:28

insgesamt vierten oder fünften mal teilweise schon  bei uns sind. Das meiste ist Alkoholabhängigkeit  

03:32

tatsächlich und an Alkohol kommt man  einfach am schnellsten und einfachsten ran. 

03:36

Übrigens: Dreiviertel der Menschen, die  wegen einer Sucht stationär behandelt werden,  

03:40

sind Männer – nur ein Viertel sind  Frauen. Und das Durchschnittsalter der  

03:44

Patientinnen und Patienten liegt bei 42 Jahren. Während wir uns unterhalten, klopfen schon die  

03:50

ersten Patient:innen an. Wir sind nämlich  spät dran mit der Medikamentenausgabe. 

03:56

Ich kontrolliere, ob die korrekte Anzahl und die  korrekte Tablette dann beim Patienten drin ist. 

04:02

Viele hier sind von mehreren Substanzen abhängig  – und bekommen dafür teils unterschiedliche  

04:07

Medikamente. Bei der Ausgabe helfe ich Steffi  und darf jetzt nichts durcheinanderbringen. 

04:12

Kannst du nochmal sagen? Herr ***? Da? Genau, mach auf, du weißt ja wie. 

04:18

Ja, ich wollte auf gar keinen  Fall das alleine machen. 

04:21

Patient: Ganz aufmachen und  alles in die Hand kippen. 

04:23

Ja genau, so nicht Herr ***. Guter Versuch. 

04:26

Ein Medikament wird besonders häufig ausgegeben: Oxazepam. 

04:30

Genau, das ist unser Hauptmedikament, was wir  benutzen, um den Entzug zu machen. Also das  

04:35

ist sozusagen unser Ausgleichsmedikament für den  Alkohol. Das ist das, was wir am aller häufigsten  

04:40

ausgeben. Kurz danach kommt der Krampfschutz.  Das heißt, wenn der Körper jetzt nicht perfekt eingestellt ist,

04:45

dann kann es dazu kommen, dass die einen Krampf bekommen, wie bei der Epilepsie sieht das dann ähnlich aus.

04:50

Das kann auch mal gefährlich sein? Genau, das kann auch mal gefährlich sein,  

04:52

weil die natürlich dann fallen,  die können sich den Kopf stoßen. 

04:55

Mit solchen Notfällen müssen Steffi und ihr  Team jederzeit rechnen – die Patientinnen und Patienten

05:00

machen hier einen warmen Entzug. Dabei werden  sie medikamentös begleitet, um körperliche  

05:04

Entzugserscheinungen zu lindern. Kalte Entzüge  werden in der Regel in deutschen Kliniken nicht  

05:09

gemacht – sie können lebensgefährlich sein.  Deshalb reagiert Steffi schnell, wenn Symptome  

05:14

auftreten. Wie bei diesem Patienten: Ihm geht  es nicht gut, sie muss seinen Blutdruck messen. 

05:19

Jetzt ist es schon einen Ticken  erhöht und ich würde vorschlagen,  

Sous-titres complets disponibles dans le lecteur vidéo

Entraînez-vous avec des exercices

Générez des exercices de vocabulaire, grammaire et compréhension à partir de cette vidéo

Vocabulaire et grammaire Quiz de compréhension Examen IELTS Pratique de l'crit
S'inscrire pour pratiquer
Pas encore de commentaires. Soyez le premier à partager vos idées !

Inscris-toi pour débloquer toutes les fonctionnalités

Suis ta progression, sauvegarde du vocabulaire et entraîne-toi

Apprendre les langues gratuitement