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Übelkeit

/ˈyːbl̩kaɪ̯t/

Übelkeit is the standard German noun for nausea, essential for medical descriptions and expressing physical or metaphorical disgust in formal settings.

Word in 30 Seconds

  • Refers to the physical sensation of nausea or the urge to vomit.
  • Commonly used in medical, travel, and pregnancy-related contexts.
  • Neutral to formal register; 'Mir ist übel' is the informal adjective equivalent.
  • Often confused with 'Ekel' (disgust) or 'Unwohlsein' (general malaise).
  • Culturally, Germans often treat mild nausea with herbal teas like chamomile.

Überblick

Das Wort 'Übelkeit' leitet sich vom Adjektiv 'übel' ab, welches ursprünglich 'schlecht' oder 'böse' bedeutete. Heute bezieht es sich primär auf den körperlichen Zustand der Nausea. Es ist ein Zustand, der oft als Vorbote des Erbrechens auftritt, aber auch eigenständig existieren kann. Die emotionale Last des Wortes ist meist negativ besetzt, da es Hilflosigkeit und körperliches Leiden signalisiert. 2) Nutzungsmuster: Im Alltag wird häufiger die Konstruktion 'Mir ist übel' (Adjektiv) verwendet als das Substantiv 'Übelkeit'. In der Schriftsprache und im medizinischen Bereich ist das Substantiv jedoch unverzichtbar, um Symptome präzise zu benennen. Regional gibt es kaum Unterschiede, wobei im Norden eher von 'Schlechtsein' gesprochen wird, während 'Übelkeit' der standarddeutsche Fachbegriff bleibt. 3) Häufige Kontexte: In der Arbeitswelt findet man das Wort oft in Krankmeldungen oder beim Betriebsarzt. In der Literatur wird Übelkeit häufig metaphorisch genutzt, um eine tiefe existenzielle Krise oder Abscheu gegenüber gesellschaftlichen Zuständen auszudrücken (bekanntestes Beispiel: Jean-Paul Sartres 'Der Ekel', im Deutschen oft mit Übelkeit assoziiert). In sozialen Medien wird es oft im Zusammenhang mit Reisen (Reisekrankheit) oder Schwangerschaft thematisiert. 4) Vergleich mit ähnlichen Wörtern: 'Brechreiz' ist spezifischer und beschreibt den mechanischen Reiz im Hals, während 'Übelkeit' das allgemeine flaue Gefühl im Magen meint. 'Unwohlsein' ist ein deutlich breiterer Begriff, der auch Schwindel oder allgemeine Schwäche umfassen kann, ohne dass der Magen beteiligt sein muss. 'Ekel' hingegen ist die psychische Reaktion auf etwas Abstoßendes, die zwar Übelkeit auslösen kann, aber primär emotionaler Natur ist. 5) Register und Tonfall: 'Übelkeit' ist ein neutraler bis formeller Begriff. In einer informellen Umgebung unter Freunden würde man eher sagen: 'Ich glaube, ich muss mich übergeben' oder 'Mein Magen spielt verrückt'. In der Arztpraxis ist 'Ich leide an Übelkeit' der korrekte, sachliche Tonfall. Vermeiden sollte man das Wort in sehr vulgären Kontexten, wo eher Begriffe wie 'Kotzreiz' fallen, die jedoch in höflicher Gesellschaft tabu sind. 6) Kollokationen im Kontext: Besonders häufig tritt 'Übelkeit' mit Verben wie 'verspüren', 'bekämpfen' oder 'hervorrufen' auf. Adjektive wie 'morgendliche', 'chronische' oder 'plötzliche' spezifizieren den Zustand. In der Medizin spricht man oft von 'Übelkeit und Erbrechen' als feststehendes Symptompaar. Auch die Kombination 'etwas bereitet jemandem Übelkeit' im übertragenen Sinne für moralische Ablehnung ist ein fester Bestandteil der gehobenen deutschen Sprache.

Examples

1

Die Übelkeit überkam ihn ganz plötzlich während der Vorlesung.

everyday

The nausea overcame him quite suddenly during the lecture.

2

Der Patient klagt über anhaltende Übelkeit und Schwindel.

formal

The patient complains of persistent nausea and dizziness.

3

Boah, bei dem Geruch steigt in mir sofort Übelkeit auf.

informal

Whoa, that smell immediately makes me feel nauseous.

4

In seinem Werk beschreibt der Autor die Übelkeit als Reaktion auf die Sinnlosigkeit des Seins.

academic

In his work, the author describes nausea as a reaction to the meaninglessness of existence.

5

Aufgrund von akuter Übelkeit muss der Mitarbeiter den Termin leider absagen.

business

Due to acute nausea, the employee unfortunately has to cancel the appointment.

6

Eine tiefe Übelkeit ergriff sie, als sie die Korruption im Land sah.

literary

A deep nausea seized her when she saw the corruption in the country.

7

Gegen die morgendliche Übelkeit helfen oft kleine Mahlzeiten.

everyday

Small meals often help against morning sickness.

8

Die Nebenwirkungen des Medikaments umfassen Kopfschmerzen und leichte Übelkeit.

formal

Side effects of the medication include headaches and slight nausea.

Common Collocations

morgendliche Übelkeit morning sickness
Übelkeit verspüren to feel nausea
Mittel gegen Übelkeit remedy for nausea
leichte Übelkeit slight nausea
Übelkeit hervorrufen to cause nausea
chronische Übelkeit chronic nausea
unter Übelkeit leiden to suffer from nausea
plötzliche Übelkeit sudden nausea

Common Phrases

Mir wird übel.

I'm starting to feel sick.

Übelkeit erregend

nauseating / disgusting

Ein flaues Gefühl im Magen

a queasy feeling in the stomach

Bis zur Übelkeit

to the point of nausea

Die Übelkeit bekämpfen

to fight the nausea

Grammar Patterns

Leiden an + Dativ (Übelkeit) Gefühl von + Dativ (Übelkeit) Mittel gegen + Akkusativ (Übelkeit) Übelkeit verspüren Jemandem Übelkeit bereiten Von Übelkeit geplagt sein

How to Use It

📝

Usage Notes

The word 'Übelkeit' is neutral and suitable for all formal and medical settings. In spoken German, people prefer the adjective 'übel' in the construction 'Mir ist übel'. Regionally, 'Schlechtsein' is a common substitute in Northern Germany. In social media, it is often discussed in the context of travel or pregnancy using hashtags like #Übelkeit. Avoid using the noun in very casual settings where it might sound too clinical; instead, use 'Mir ist schlecht'. Metaphorically, it is used in literature to express existential dread or moral disgust.


⚠️

Common Mistakes

A very frequent error for English speakers is saying 'Ich bin übel', which translates to 'I am evil' or 'I am bad'. The correct phrase is 'Mir ist übel' (Dative). Another mistake is using 'Übel' as a noun for nausea; 'Das Übel' means 'the evil' or 'the nuisance', not the feeling of sickness. Learners also often forget that 'Übelkeit' is feminine ('die'). In writing, the Genitiv after 'wegen' is often replaced by the Dativ in casual speech, but 'wegen der Übelkeit' remains the correct formal standard.

Tips

💡

Using the Dative Case Correcty

When using the adjective form, always use the dative: 'Mir (dative) ist übel.' Never say 'Ich bin übel,' as that means 'I am evil.'

⚠️

Avoid Literal Translation Confusion

Don't translate 'I feel sick' as 'Ich fühle mich krank' if you specifically mean nausea. Use 'Mir ist schlecht' or 'Mir ist übel' for stomach issues.

🌍

German Home Remedies

In Germany, mentioning 'Übelkeit' will often prompt advice to drink 'Kamillentee' (chamomile tea) or eat 'Zwieback' (rusks), which are standard cultural responses.

🎓

Metaphorical Disgust in Literature

In high-level German, use 'Übelkeit erregend' to describe something morally reprehensible, similar to how 'nauseating' is used in English academic texts.

📖

Word Origin

The word comes from the Old High German 'ubilî', which meant 'bad' or 'evil'. Over centuries, it evolved from a general term for something morally wrong into a specific term for physical discomfort. The suffix '-keit' was added in Middle High German to create the abstract noun. This transition from moral badness to physical sickness is common in many Germanic languages.

🌍

Cultural Context

In German culture, health is often discussed quite directly. While 'Übelkeit' is a private matter, it is not a taboo topic. Germans have a strong tradition of 'Hausmittel' (home remedies); if you mention you have Übelkeit, you will likely be told to drink herbal tea or go for a walk in the 'frische Luft'. The concept of 'Reisekrankheit' is also very present, as many Germans enjoy hiking and driving in mountainous regions where motion sickness is common.

🧠

Memory Tip

Think of the English word 'Evil'. If you have 'Evil' in your stomach, you feel 'Übelkeit'. The '-keit' ending is like '-ness' in English, turning the 'evil/bad' feeling into a noun: 'bad-ness' of the stomach.

Frequently Asked Questions

10 questions

Das Wort ist feminin, daher heißt es 'die Übelkeit'. Dies bleibt in allen Fällen gleich, zum Beispiel 'wegen der Übelkeit' (Genitiv).

Theoretisch lautet der Plural 'die Übelkeiten', er wird aber in der Praxis fast nie verwendet. Man spricht meist von 'Fällen von Übelkeit'.

'Mir ist übel' ist die alltägliche, gebräuchliche Form mit dem Adjektiv. 'Ich habe Übelkeit' klingt medizinischer und wird eher beim Arzt verwendet.

Ja, man kann sagen: 'Diese Ungerechtigkeit bereitet mir Übelkeit'. Das drückt eine tiefe moralische Abscheu aus.

Man sagt meist 'Übelkeit bei einer Reise' oder 'Übelkeit nach dem Essen'. Als Ursache nutzt man 'wegen'.

'Schlechtsein' ist umgangssprachlicher. 'Übelkeit' ist der präzise Begriff für das flaue Gefühl im Magen.

Das 'Ü' wird lang und geschlossen ausgesprochen, wie in 'Tür'. Die Lippen müssen dabei stark gerundet sein.

Reisekrankheit (Kinetose) ist die Übelkeit, die durch Bewegungen im Auto, Flugzeug oder auf einem Schiff entsteht.

Es gibt kein direktes Verb 'übelkeiten'. Man nutzt 'übel sein' oder 'an Übelkeit leiden'.

Ja, es gehört zum Grundwortschatz im Bereich Gesundheit und Körper, den man früh lernt.

Test Yourself

fill blank

Fülle die Lücke mit dem richtigen Wort aus.

Nach der langen Schifffahrt litt er unter starker ______.

✓ Correct! ✗ Not quite. Correct answer:

Hier wird das Substantiv nach dem Adjektiv 'starker' benötigt. 'Übelkeit' ist die korrekte feminine Form.

multiple choice

Wähle die grammatikalisch korrekte Aussage.

Wie beschreibt man das Gefühl am besten im Alltag?

✓ Correct! ✗ Not quite. Correct answer:

Das ist die Standardphrase mit dem unpersönlichen 'es ist' und dem Dative-Pronomen 'mir'.

sentence building

Bilde einen Satz aus den Wörtern.

hilft / gegen / Was / Übelkeit / ?

✓ Correct! ✗ Not quite. Correct answer:

Dies ist ein korrekter Fragesatz mit dem Fragewort an erster Stelle und dem Verb an zweiter.

error correction

Finde den Fehler im Satz.

Wegen die Übelkeit konnte sie nicht essen.

✓ Correct! ✗ Not quite. Correct answer:

Die Präposition 'wegen' verlangt im Standarddeutschen den Genitiv: 'Wegen der Übelkeit'.

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