Berühmte Sehenswürdigkeiten Lernartikel · A1–C2

Naqsh-e Jahan Square

Dieser UNESCO-Weltkulturerbe-Ort liegt mitten im Herzen von Isfahan und ist einer der größten und schönsten öffentlichen Plätze der Welt, gesäumt von Meisterwerken aus der Safawiden-Ära.

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Naqsh-e Jahan Square
A1 · Anfänger

Der Naqsh-e-Dschahan-Platz in Isfahan

Der Naqsh-e-Dschahan-Platz ist ein großer Platz im Iran. Er liegt in der Stadt Isfahan. Der Platz ist sehr alt und sehr schön. Er ist 560 Meter lang und 160 Meter breit. Das ist fast so groß wie zehn Fußballfelder.

König Abbas der Erste baute den Platz vor vielen Jahren. Um den Platz gibt es viele Gebäude. Es gibt eine große Moschee, einen Palast und einen Basar. Im Basar kaufen Menschen Teppiche und Gewürze.

Viele Touristen besuchen den Platz. Sie machen Fotos und trinken Tee. Der Platz ist ein Weltkulturerbe der UNESCO. Er ist das Herz von Isfahan.

Grammatik-Spotlight

Muster: Satzbau (Verb an Position 2)

"Der Platz ist sehr alt."

In einem normalen Aussagesatz im Deutschen steht das konjugierte Verb immer an der zweiten Stelle. Das Subjekt steht oft an der ersten Stelle.

Muster: Adjektive nach dem Verb 'sein'

"Der Platz ist sehr schön."

Wenn ein Adjektiv nach dem Verb 'sein' steht, braucht es keine Endung. Es bleibt in der Grundform, egal ob das Nomen maskulin, feminin oder neutral ist.

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Wo liegt der Naqsh-e-Dschahan-Platz?

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Wo liegt der Naqsh-e-Dschahan-Platz?

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Der Platz ist sehr klein.

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Was bedeutet 'kaufen'?

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Der Platz ist im _____.

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Naqsh-e Jahan Square
A2 · Grundkenntnisse

Der Naqsh-e Jahan Platz: Das Bild der Welt

Der Naqsh-e Jahan Platz liegt im Zentrum von Isfahan im Iran. Die Menschen nennen ihn auch „Das Bild der Welt“. Er ist einer der größten Plätze auf der ganzen Welt. Er ist viel größer als die meisten Plätze in Europa.

Schah Abbas der Erste baute den Platz zwischen 1598 und 1629. Er wollte Isfahan zu einer prächtigen Hauptstadt machen. Der Platz ist 560 Meter lang und 160 Meter breit. Das ist fast so groß wie achtzig Fußballfelder!

An den Seiten vom Platz stehen wichtige Gebäude. Es gibt zwei wunderschöne Moscheen, einen Palast und den Eingang zum alten Basar. Früher spielten hier Soldaten Polo, aber heute kommen Touristen und Familien hierher. Sie sitzen am Brunnen oder fahren mit einer Kutsche. Der Platz ist am Abend besonders schön, weil alles hell leuchtet. Er gehört heute zum UNESCO-Weltkulturerbe.

Grammatik-Spotlight

Muster: Komparativ mit „als“

"Er ist viel größer als die meisten Plätze in Europa."

Man benutzt den Komparativ, um zwei Dinge zu vergleichen. Das Adjektiv bekommt die Endung '-er' und danach folgt das Wort 'als'.

Muster: Kausalsätze mit „weil“

"Der Platz ist am Abend besonders schön, weil alles hell leuchtet."

Das Wort 'weil' erklärt einen Grund. In diesem Nebensatz steht das konjugierte Verb immer ganz am Ende.

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Wo liegt der Naqsh-e Jahan Platz?

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Wo liegt der Naqsh-e Jahan Platz?

Deine Antwort:

Der Platz wurde erst vor 10 Jahren gebaut.

Deine Antwort:

Was bedeutet das Wort 'Basar'?

Deine Antwort:

Der Platz ist 560 Meter _____.

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Wer baute den Platz im 17. Jahrhundert?

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Naqsh-e Jahan Square
B1 · Mittelstufe

The Beauty of Naqsh-e Jahan Square: The Image of the World

Naqsh-e Jahan Square is a magnificent place located in the heart of Isfahan, Iran. It is often called 'the Image of the World' because of its incredible beauty and impressive size. This historic site has been visited by millions of people who want to see its amazing architecture. It was built between 1598 and 1629 by Shah Abbas I, who wanted to create a capital city that would be famous across the globe.

The square is famous for being one of the largest public spaces on Earth. It is 560 meters long and 160 meters wide, which makes it much bigger than many other historical squares. The area was designed to connect the government, the religious center, and the economy of the city. Around the square, you can find four impressive buildings that show the power of the Persian Empire.

On the south side, the Masjed-e Shah mosque stands with its beautiful blue tiles. On the east, there is the Sheikh Lotfollah Mosque, which was built specifically for the royal family. The Ali Qapu Palace, where the king used to watch polo matches, is located on the west. Finally, the entrance to the Grand Bazaar is on the north side, where traditional goods have been sold for centuries.

Today, Naqsh-e Jahan Square is a peaceful place where families enjoy picnics and tourists take photos. It has been listed as a UNESCO World Heritage site because of its historical importance. If you ever visit Iran, you must spend time in this square, which has remained a symbol of Persian culture for hundreds of years.

Grammatik-Spotlight

Muster: Passive Voice

"The area was designed to connect the government, the religious center, and the economy of the city."

The passive voice is used when the action is more important than who performed it. It is formed using 'to be' + past participle.

Muster: Present Perfect

"This historic site has been visited by millions of people who want to see its amazing architecture."

The present perfect connects the past to the present. It is formed with 'have/has' + past participle and shows an action that happened at an unspecified time.

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Why is the square called 'the Image of the World'?

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Why is the square called 'the Image of the World'?

Deine Antwort:

The square is one of the smallest public spaces on Earth.

Deine Antwort:

What does 'symbol' mean?

Deine Antwort:

The square has been listed as a _____ World Heritage site.

Deine Antwort:

Who ordered the construction of the square?

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Naqsh-e Jahan Square
B2 · Obere Mittelstufe

Der Naqsh-e Jahan Platz: Das steinerne Abbild der Welt in Isfahan

Im Herzen der iranischen Stadt Isfahan erstreckt sich ein Ort, der Reisende seit Jahrhunderten in Staunen versetzt: der Naqsh-e Jahan Platz. Übersetzt bedeutet sein Name „Abbild der Welt“, und wer einmal in der Mitte dieser gigantischen Anlage gestanden hat, versteht schnell, warum dieser Name so treffend gewählt wurde. Mit einer Länge von 560 Metern und einer Breite von 160 Metern zählt er nicht nur zu den größten öffentlichen Plätzen der Erde, sondern auch zu den eindrucksvollsten städtebaulichen Ensembles der Menschheit.

Der Bau des Platzes wurde zwischen 1598 und 1629 unter der Herrschaft von Schah Abbas I. realisiert. Sein ehrgeiziges Ziel war es, Isfahan zu einer prachtvollen Hauptstadt auszubauen, die es mit den bedeutendsten Metropolen der damaligen Welt aufnehmen konnte. Der Platz fungierte dabei nicht nur als ästhetisches Zentrum, sondern integrierte auf geniale Weise die drei wichtigsten Pfeiler der safawidischen Macht: die Religion, die Wirtschaft und die Politik. Durch diese bewusste Anordnung wurde der Platz zum sozialen und administrativen Mittelpunkt des Reiches.

An der Südseite thront die Imam-Moschee, ein unvergleichliches Meisterwerk der islamischen Architektur. Ihre Fassaden sind mit filigranen, tiefblauen Kacheln verziert, die je nach Sonnenstand ihre Farbe zu verändern scheinen. Ihr gegenüber, an der Nordseite, öffnet sich der Eingang zum Großen Basar, einem Labyrinth aus Gängen und Gewölben, das seit jeher das wirtschaftliche Herz der Region bildet. Hier wird bis heute mit Teppichen, Gewürzen und Kunsthandwerk gehandelt, was die ungebrochene Tradition des Ortes verdeutlicht.

Die Westseite wird vom Ali-Qapu-Palast dominiert. Von seinem erhöhten Balkon aus pflegten die Herrscher früher die prunkvollen Paraden und spannenden Polospiele zu beobachten, die regelmäßig auf dem weiten Feld des Platzes stattfanden. Schließlich findet man an der Ostseite die Sheikh-Lotfollah-Moschee. Diese unterscheidet sich von anderen Moscheen durch das Fehlen von Minaretten und war ursprünglich dem privaten Gebet der königlichen Familie vorbehalten. Ihre Kuppel gilt als eines der vollkommensten Beispiele persischer Baukunst.

Architektonisch besticht der Naqsh-e Jahan durch seine mathematische Präzision und Symmetrie. Jedes Gebäude und jede der umlaufenden Arkaden scheint sorgfältig geplant worden zu sein, um ein harmonisches Gesamtbild zu erzeugen, das Ruhe und Beständigkeit ausstrahlt. Seit 1979 gehört der Platz offiziell zum UNESCO-Weltkulturerbe, was seine herausragende globale Bedeutung für die Architekturgeschichte unterstreicht. Heute ist der Platz ein lebendiger Treffpunkt, an dem Einheimische in den Abendstunden picknicken, während Besucher aus aller Welt die zeitlose Schönheit der persischen Renaissance bewundern. Es ist ein Ort, an dem Geschichte, Kultur und das moderne Leben auf faszinierende Weise miteinander verschmelzen.

Grammatik-Spotlight

Muster: Relativsatz mit 'dessen'

"Der Platz, dessen Name „Abbild der Welt“ bedeutet..."

Das Relativpronomen 'dessen' wird im Genitiv Maskulin/Neutrum verwendet, um einen Besitz oder eine Zugehörigkeit auszudrücken.

Muster: Passiv mit Modalverben

"Jedes Gebäude scheint sorgfältig geplant worden zu sein..."

Hier wird das Zustandspassiv im Infinitiv Perfekt verwendet, um eine Vermutung über einen abgeschlossenen Prozess auszudrücken.

Muster: Zweiteilige Konnektoren (nicht nur... sondern auch)

"Der Platz zählt nicht nur zu den größten Plätzen, sondern auch zu den eindrucksvollsten Ensembles."

Diese Konjunktion verbindet zwei gleichwertige Aussagen und dient der Aufzählung oder Verstärkung.

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11 Fragen · B2 Obere Mittelstufe · 1 kostenlose Vorschau

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Wer war für den Bau des Naqsh-e Jahan Platzes verantwortlich?

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Wer war für den Bau des Naqsh-e Jahan Platzes verantwortlich?

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Der Platz ist der absolut größte öffentliche Platz der Welt.

Deine Antwort:

Was bedeutet 'integrieren' in diesem Kontext?

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Seit 1979 gehört der Platz offiziell zum UNESCO-_____.

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Was bedeutet der Name 'Naqsh-e Jahan'?

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Naqsh-e Jahan Square
C1 · Fortgeschritten

Das Abbild der Welt: Der Naqsch-e-Dschahan-Platz als architektonisches Manifest der Safawiden

Im Herzen des heutigen Iran, eingebettet in das historische Gefüge der Stadt Isfahan, erstreckt sich ein Monument von solch monumentaler Tragweite, dass es bereits im 17. Jahrhundert als „Abbild der Welt“ (Naqsch-e Dschahan) tituliert wurde. Die Entstehung dieses architektonischen Meisterwerks ist untrennbar mit der visionären Kraft von Schah Abbas I. verknüpft, der am Ende des 16. Jahrhunderts beschloss, die Hauptstadt des Safawiden-Reiches von Qazvin nach Isfahan zu verlegen. Dieser Schritt war keineswegs nur logistischer Natur; vielmehr handelte es sich um eine kalkulierte Machtdemonstration, um die Souveränität des Reiches gegenüber den Osmanen und Usbeken zu festigen und Isfahan zum glanzvollen Zentrum des Welthandels zu stilisieren.

Was den Platz so einzigartig macht, ist die harmonische Integration der vier Säulen der Gesellschaft: Religion, weltliche Macht, Handel und Bildung. Mit einer Länge von 560 Metern und einer Breite von 160 Metern galt er lange Zeit als einer der größten öffentlichen Plätze der Welt. Doch es ist nicht allein die schiere Größe, die den Betrachter in Staunen versetzt, sondern die präzise geometrische Anordnung der Bauwerke, die ihn säumen. An der Südseite thront die imposante Masdsched-e Schah, ein Juwel islamischer Baukunst, deren tiefblaue Kacheln den Himmel zu reflektieren scheinen. Ihr gegenüber, am nördlichen Ende, bildet der monumentale Eingang zum Qeysarie-Basar das wirtschaftliche Rückgrat der Anlage. Hier manifestiert sich der merkantile Geist Isfahans, der die Stadt über Jahrhunderte hinweg zu einem Knotenpunkt der Seidenstraße machte.

Die westliche Flanke wird vom Ali-Qapu-Palast dominiert, von dessen erhöhter Terrasse aus der Schah die Polospiele und Paraden auf dem Platz verfolgte. Dieses Bauwerk repräsentierte nicht nur die königliche Präsenz, sondern diente auch als zeremonielles Tor zum Palastviertel. Direkt gegenüber befindet sich die Scheich-Lotfollāh-Moschee, die durch das Fehlen von Minaretten und ihren eher privaten Charakter besticht. Sie war ursprünglich dem Hofstaat vorbehalten und gilt heute aufgrund ihrer filigranen Innenarchitektur als eines der vollkommensten Beispiele safawidischer Ästhetik.

Die architektonische Symbiose aus sakraler Erhabenheit und merkantilem Pragmatismus, die der Platz verkörpert, war für die damalige Zeit revolutionär. Durch die geschickte Positionierung der Bauwerke gelang es den Architekten, ein Gleichgewicht der Mächte visuell darzustellen. Infolge der sorgfältigen Restaurierung im 20. Jahrhundert und der Aufnahme in das UNESCO-Welterbe im Jahr 1979 bleibt der Naqsch-e-Dschahan-Platz ein lebendiges Zeugnis einer Ära, in der Kunst und Politik eine untrennbare Einheit bildeten. Ein Besuch dieses Ortes gleicht einer Zeitreise, bei der die Prachtentfaltung des persischen Goldenen Zeitalters in jedem Detail spürbar wird. Dessen ungeachtet ist der Platz kein museales Relikt, sondern nach wie vor ein pulsierender Treffpunkt, an dem die Geschichte der Safawiden in der modernen iranischen Gesellschaft fortlebt.

Grammatik-Spotlight

Muster: Das Partizipialattribut

"Die von Schah Abbas I. im 17. Jahrhundert initiierte Umgestaltung Isfahans..."

Diese Konstruktion erlaubt es, komplexe Informationen kompakt vor ein Nomen zu stellen. Das Partizip II (initiiert) fungiert hier als Adjektiv und beschreibt das Nomen (Umgestaltung) näher.

Muster: Der Spaltsatz (Cleft Sentence)

"Was den Platz so einzigartig macht, ist die harmonische Integration der vier Säulen..."

Durch diese Struktur wird ein bestimmter Teil des Satzes besonders hervorgehoben. Der einleitende Relativsatz mit 'Was' fokussiert die Aufmerksamkeit auf das Subjekt des Hauptsatzes.

Muster: Nominalisierung mit Präpositionen

"Infolge der sorgfältigen Restaurierung im 20. Jahrhundert..."

Anstatt eines Nebensatzes (Weil er restauriert wurde) verwendet man im C1-Niveau oft Präpositionen mit Genitiv (infolge), um Texte präziser und formeller zu gestalten.

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12 Fragen · C1 Fortgeschritten · 1 kostenlose Vorschau

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Frage /1
Multiple Choice

Warum ließ Schah Abbas I. die Hauptstadt nach Isfahan verlegen?

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Warum ließ Schah Abbas I. die Hauptstadt nach Isfahan verlegen?

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Der Naqsch-e-Dschahan-Platz wurde erst nach der Aufnahme in das UNESCO-Welterbe bekannt.

Deine Antwort:

Was bedeutet der Begriff 'merkantil'?

Deine Antwort:

Die _____ der Bauwerke auf dem Platz symbolisiert ein Gleichgewicht der gesellschaftlichen Mächte.

Deine Antwort:

Welche Besonderheit weist die Scheich-Lotfollāh-Moschee auf?

Deine Antwort:

Der Ali-Qapu-Palast diente unter anderem dazu, Spiele auf dem Platz zu beobachten.

Deine Antwort:

Naqsh-e Jahan Square
C2 · Meisterschaft

Naqsh-e Jahan: Die städtebauliche Manifestation safawidischer Weltsicht

In der schillernden Historie der persischen Urbanistik nimmt der Naqsh-e Jahan-Platz in Isfahan eine singuläre Stellung ein, die weit über die bloße Funktion eines öffentlichen Raumes hinausgeht. Errichtet zwischen 1598 und 1629 unter der Ägide von Schah Abbas I., fungiert dieses monumentale Ensemble nicht nur als architektonisches Prunkstück, sondern als ein akribisch konzipiertes Mikrokosmos-Modell, das die Säulen der safawidischen Macht – Religion, Handel und imperiale Autorität – in einer vollendeten Symmetrie vereint. Mit einer Ausdehnung von etwa 560 Metern Länge und 160 Metern Breite galt er lange Zeit als einer der größten Plätze der Welt, wobei seine schiere Größe stets im Dienste einer übergeordneten symbolischen Ordnung stand. Wer den Platz heute betritt, wird unweigerlich von der ästhetischen Kohärenz erfasst, die durch das Zusammenspiel von sakralen und profanen Bauten evoziert wird.

Die architektonische Genese des Platzes war eingebettet in Schah Abbas' visionäre Entscheidung, die Hauptstadt von Qazvin nach Isfahan zu verlegen, um das Reich ökonomisch zu zentralisieren und den Seidenhandel effektiver zu kontrollieren. Der Platz, dessen Name bezeichnenderweise „Abbild der Welt“ bedeutet, sollte die Vormachtstellung des Schahs gegenüber der Weltöffentlichkeit und dem osmanischen Rivalen demonstrieren. An der Südseite thront die Schah-Moschee (heute Imam-Moschee), ein Meisterwerk islamischer Baukunst, deren azurblaue Fayencen das Himmelsgewölbe zu reflektieren scheinen. Ihr gegenüber, an der Nordseite, öffnet sich das monumentale Portal des Qeisarieh-Basars, das den ökonomischen Puls des Reiches symbolisierte und den Platz direkt mit den Handelsrouten der Seidenstraße verknüpfte.

Flankiert wird diese Ost-West-Achse durch die Sheikh-Lotfollah-Moschee und den Palast Ali Qapu. Erstere, ein Juwel privater Andacht ohne Minarette, besticht durch ihre subtile Farbdynamik, während letzterer als zeremonieller Sitz des Monarchen diente. Von den Balkonen des Ali Qapu aus beobachtete der Hofstaat Polospiele und Paraden, was den Platz als Bühne herrschaftlicher Selbstdarstellung charakterisiert. Es wäre jedoch verkürzt, den Naqsh-e Jahan lediglich als Monument der Repräsentation zu begreifen. Er war – und ist bis heute – ein lebendiger Treffpunkt, ein Ort der sozialen Interaktion, an dem sich die Grenzen zwischen elitärer Pracht und alltäglichem Markttreiben verwischen. Die doppelte Arkadenreihe, die den gesamten Platz umschließt, beherbergt unzählige Werkstätten und Läden, in denen das traditionelle Kunsthandwerk bis zur Gegenwart floriert.

Aus kunsthistorischer Perspektive lässt sich konstatieren, dass die Symmetrie des Platzes keineswegs starr wirkt, sondern durch die Lichtspiele auf den Mosaiken und die Weitläufigkeit der zentralen Grünanlagen eine fast transzendente Leichtigkeit erfährt. Es ist diese Synthese aus mathematischer Präzision und poetischer Ausdruckskraft, die den Naqsh-e Jahan zu einem zeitlosen Zeugnis menschlicher Gestaltungskraft macht. In einer Ära, in der urbane Räume oft fragmentiert erscheinen, erinnert uns dieses Ensemble an die Möglichkeit einer ganzheitlichen Stadtplanung, die spirituelle Bedürfnisse ebenso berücksichtigt wie materielle Notwendigkeiten. Der Platz bleibt somit nicht nur ein Relikt einer vergangenen Epoche, sondern ein fortdauerndes Plädoyer für die ästhetische und funktionale Einheit des öffentlichen Raums.

Grammatik-Spotlight

Muster: Passiv-Ersatzform mit 'lassen'

"Aus kunsthistorischer Perspektive lässt sich konstatieren, dass die Symmetrie des Platzes keineswegs starr wirkt."

Die Konstruktion 'lässt sich + Infinitiv' drückt eine Möglichkeit oder Notwendigkeit im Passiv aus. In wissenschaftlichen Texten dient sie dazu, den Text objektiver und weniger persönlich zu gestalten.

Muster: Erweitertes Partizipialattribut

"...dieses monumentale Ensemble nicht nur als architektonisches Prunkstück, sondern als ein akribisch konzipiertes Mikrokosmos-Modell..."

Hier wird ein Partizip (konzipiertes) durch Adverbien (akribisch) erweitert und vor das Substantiv gestellt. Dies ist typisch für den C2-Stil, um komplexe Informationen kompakt in eine Nominalphrase zu packen.

Muster: Konjunktiv I in der indirekten Rede/Gedankenwiedergabe

"Der Platz... sollte die Vormachtstellung des Schahs... demonstrieren."

Obwohl hier das Modalverb 'sollte' im Präteritum steht, wird oft der Konjunktiv genutzt, um Intentionen oder historische Pläne auszudrücken, die eine subjektive Zielsetzung widerspiegeln.

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12 Fragen · C2 Meisterschaft · 1 kostenlose Vorschau

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Welche primäre Intention verfolgte Schah Abbas I. mit der Gestaltung des Platzes?

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Welche primäre Intention verfolgte Schah Abbas I. mit der Gestaltung des Platzes?

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Die Sheikh-Lotfollah-Moschee verfügt über besonders hohe Minarette, um die Gläubigen zum Gebet zu rufen.

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Was bedeutet der Begriff 'Ägide' im Kontext des Textes?

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Der Naqsh-e Jahan-Platz wird durch eine doppelte _____ umschlossen, die Werkstätten beherbergt.

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Was symbolisiert das Qeisarieh-Portal?

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Der Name 'Naqsh-e Jahan' lässt sich mit 'Abbild der Welt' übersetzen.

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