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Wie ein Geschäftsmann Banken um Milliarden betrog - Big Money | SWR Doku
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Subtitles (488 segments)
.
Dies ist die Geschichte eines Mannes, dessen Talent es war,
Dinge zu verkaufen, die es gar nicht gab.
Manfred Schmider stand im Mittelpunkt des bis dahin größten Betrugsfalls
der deutschen Wirtschaftsgeschichte.
Dafür saß er sieben Jahre im Gefängnis.
Big Manni in seinen besten Jahren.
Eigener Jet, eigener Flughafen.
Villen in aller Welt.
Politiker sonnten sich in seinem Glanz.
Banker trugen ihm das Geld nur so nach.
Nichts war ihm groß genug.
Uns interessiert: Wie hat er das damals gemacht?
Wie schaffte er es, Maschinen zu verkaufen,
die es gar nicht gab nicht gab, und damit Milliarden zu ergaunern?
(Ernste Musik)
Bis jetzt hat er geschwiegen.
Heute lebt Manfred Schmider auf Mallorca.
Hierhin hat er sich der knapp 70-Jährige
nach den Jahren im Gefängnis zurückgezogen.
Er hat mit der Geschichte von damals noch nicht abgeschlossen.
Seine Familie möchte er aus diesem Film heraushalten.
Aufgewachsen ist er in Karlsruhe, der Vater war Kaufmann.
Auch er selbst war schon früh sehr geschäftstüchtig.
Wir treffen ihn in einem seiner Lieblingslokale
in der Nähe von Palma.
Ich war natürlich immer ehrgeizig, ich wollte immer was machen.
Ich habe Autos verkauft während des Studiums.
Angefangen mit VW, hinterher waren es Mercedes.
Ich habe mit 16 Jahren ...
Der Vater von einem Freund hatte eine Versicherungsagentur,
da habe ich nach der Schule Lebensversicherungen verkauft.
Ich war immer ein Mensch, der irgendwas tut, und versucht hat,
irgendwas zu machen.
Ich bin irgendwo mal falsch abgebogen, würde ich sagen.
Und ich habe es nicht gemerkt, oder zu spät gemerkt, ja.
Manfred Schmider verkaufte mit seiner Firma FlowTex Maschinen,
die es größtenteils nur auf dem Papier gab,
und betrog Banken und Leasinggesellschaften
um insgesamt 4,2 Milliarden Mark, so die Anklage damals.
Um zu verstehen, wie der Betrug gelingen konnte,
treffen wir uns mit Staatsanwalt Reinhard Hofmann.
Er hat Manfred Schmider in tagelangen Vernehmungen kennengelernt.
Noch heute lagern Tausende Akten
im Keller der Staatsanwaltschaft Mannheim.
Hofmann hat versucht, die Persön- lichkeit Schmiders zu ergründen.
Welche Motive trieben Manfred Schmider an?
Er hatte in der Schule wenig Freunde.
Und ein Grund, weswegen er später auch so geworden ist, war ja,
dass er mit 16 Jahren, Mitte der 60er-Jahre, ein Moped,
das hatten andere damals nicht.
Mittels dieses Mopeds hat er Schul- freunde geködert, an sich genommen,
weil er hatte da was zu bieten,
das war ein Grundbestandteil seines Charakters,
Menschen für sich einzunehmen.
Manfred Schmider hat es weit gebracht mit dieser Art.
Zum Chef von FlowTex.
In den 90ern nach außen DAS Vorzeige- unternehmen in Baden-Württemberg.
War schon furchteinflößend, ja.
Wenn er dann so durch die Gänge gelaufen ist,
er war immer sehr gut gekleidet, Maßanzug, Krawatte mit Nadel,
Weste, topgepflegt, Rolex am Arm - war eine imposante Erscheinung.
In allem, was er macht, ist er extrem.
Wenn er irgendwas vorhat,
läuft er wie ein Terrier durch die Gegend, bis er es hat.
Der Frankfurter Anwalt Klaus Ziegler war Manfred Schmiders Verteidiger
und kennt ihn seit gut 20 Jahren.
(Ernste Musik)
Christine Laabs war Manfred Schmiders Sekretärin.
Sie lebt und arbeitet heute in Baden-Baden.
Der Junge mit dem Moped hatte es 35 Jahre später
bis ganz nach oben geschafft.
Die Autos waren nur seine kleinsten Spielzeuge.
Auf dem Höhepunkt seines Luxuslebens feierte Big Manni
seinen 50. Geburtstag auf seinem schlossähnlichen Anwesen
auf dem Karlsruher Turmberg. (Hubschrauberlärm)
Wir haben um die 300 Einladungen rausgeschickt.
Es kamen auch fast alle: Politik, Wirtschaft,
Spiel, Sport, Spannung, also es waren alle dabei.
Die Leute sind den Einladungen hinterher gehechelt.
Das ist so, das war ein Event für Baden-Württemberg.
Er beeindruckte die High Society mit unvorstellbarem Luxus.
Privatjet mit goldenen Wasserhähnen.
Villen auf der ganzen Welt.
Unter anderem auf Ibiza, in Florida, Uruguay und in St. Moritz.
(Aufregende Musik)
Er besaß drei Schiffe, das Größte 55 Meter lang,
das hat er vom Sultan von Brunei gekauft.
Er hat es natürlich deutlich übertrieben mit seinem Luxus.
Und Luxus ist natürlich auf der einen Seite neidfördernd,
aber auf der anderen Seite ist Neid die höchste Form der Anerkennung.
Das hat er sicherlich auch ausgenutzt,
dass er dadurch Anerkennung bekommen hat.
Er hatte im Grunde alle Spielzeuge, die man so braucht.
Die schönsten Autos, die schönsten Yachten, die schnellsten Flugzeuge.
Und eben, das Besondere bei ihm, einen eigenen Verkehrsflughafen.
Wer hatte das schon?
Wir verabreden uns zu Dreharbeiten in Deutschland,
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