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B1 중급 독일어 29:50 Educational

How carpenters build a traditional granary | SWR Craftsmanship

SWR Handwerkskunst · 839,736 조회수 · 추가됨 3일 전

학습 통계

B1

CEFR 레벨

5/10

난이도

자막 (515 세그먼트)

00:00

.

00:02

Hier entsteht in traditioneller Zimmermannskunst

00:05

ein Schwarzwälder Kornspeicher.

00:07

Ein Holzhaus, gebaut ohne Schrauben,

00:09

das nur mit Verbindungen aus Holz zusammengehalten wird.

00:13

Ein Neubau, aber doch im alten Stil.

00:15

Das macht man ein-, zweimal im Leben.

00:18

Aber so was ist schon außergewöhnlich.

00:21

(Vogelzwitschern)

00:23

Da gibt es Verzapfungen.

00:26

Nuten.

00:33

Verkämmungen.

00:35

Ein sogenanntes Zapfenschloss.

00:40

Holznägel.

00:42

Also wird alles möglich mit Holz miteinander verbunden.

00:45

Also der Kornspeicher selber ist wie ein großes Möbel.

00:50

Wie so ein Schmuckkästle, kann man sagen.

00:54

(Vogelzwitschern)

00:58

(Hämmern)

01:04

(Kuhglocken)

01:06

In wenigen Wochen wird das Schmuckkästle,

01:09

das Hofensemble des Wildenhofes,

01:11

einer der eindrucksvollsten Höfe des Hochschwarzwaldes, ergänzen.

01:15

Der Wildenhof ist ein typischer Vertreter Schwarzwälder Baukultur.

01:20

(Hämmern)

01:22

Vorbereitet und zugesägt, also abgebunden,

01:25

wird der Kornspeicher in Rottweil im Neckartal,

01:29

auf dem Gelände der ehemaligen Pulverfabrik.

01:33

Als ich da runterkam, vor 30 Jahren,

01:35

war das halt eine Industriebrache mit ... Zerfallscharakter,

01:40

aber mit unglaublich Charme.

01:44

Hubert Nowack ist Zimmerermeister aus Leidenschaft.

01:49

In meiner Lehrzeit, da waren wirklich sehr gute alte Gesellen,

01:54

die alle Kniffe kannten.

01:56

Da zehre ich heute noch davon.

01:58

Da konnte man die schönsten Verbindungen machen.

02:00

Hauptsache, es war nachher gut.

02:04

Er arbeitet heute noch so, wie er es einmal gelernt hat.

02:09

Man hat mit Maßlatten oder Schnüren den Grundriss geholt,

02:13

ist damit auf den Abbundplatz

02:15

und hat dann eins zu eins das Bauwerk,

02:19

Stockwerk für Stockwerk, aufgebaut.

02:25

Also, meine Aufgabe als Meister besteht darin,

02:29

dass ich die Maße auf das Holz übertrage,

02:32

also auch anreiße, wo jetzt ein Zapfenloch hinkommt,

02:37

wo eine Verblattung kommt.

02:39

Wie lang das Holz überhaupt ist,

02:41

wo es abgeschnitten werden muss und so weiter.

02:43

Wo die Nut reinkommt.

02:45

Und dann müssen meine Mitarbeiter meine Zeichen lesen können.

02:49

Und dann können die im Prinzip selbstständig arbeiten.

02:54

Geselle Janik hat die Zeichen des Meisters richtig interpretiert

02:57

und beginnt damit, einen halben Schwalbenschwanz

03:00

in der Mauerschwelle auszuarbeiten.

03:03

(Maschinensurren)

03:05

Diese Verblattung, die wird in der Regel

03:09

mit der Kreissäge vorgeschnitten

03:11

und dann mit dem Stemmeisen und mit Stoßaxt fein ausgearbeitet.

03:17

(Knacken)

03:28

Die Oberfläche der Verblattung

03:30

glättet Janik mit der Stoßaxt und prüft,

03:33

ob noch Unebenheiten bearbeitet werden müssen.

03:39

Eine Verblattung wird verwendet, wenn sich zwei Hölzer kreuzen

03:43

und die Hölzer miteinander verbunden werden sollen.

03:46

Sie sichern die Hölzer vor Verschiebungen und Verdrehungen.

03:53

Dem Gesellen geht die Arbeit leicht von der Hand.

03:56

Sechsmal wiederholt er diesen Vorgang alleine an diesem Balken.

03:59

(Maschinensurren)

04:02

In der Zwischenzeit bereitet Hubert Nowack

04:04

in der Werkstatt Holznägel vor.

04:07

(Klopfen)

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Um einen schönen, geraden Holznagel hinzukriegen.

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Hängt immer ein bissle vom Faserverlauf ab.

04:15

Deshalb sucht man sich auch immer ein Holz raus,

04:18

was einen schönen, geraden Faserverlauf hat.

04:23

So.

04:25

(Knacken)

04:27

Ein Holznagel muss auch nicht immer ... perfekt sein.

04:32

Jeder Holznagel kriegt eine individuelle Form.

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Rund 60 Holznägel werden in dem Kornspeicher verbaut.

04:42

(Kreissägensurren)

04:47

Janik hat die Verblattungen in den Mauerschwellen ausgearbeitet.

04:51

Jetzt stemmt er das Gegenstück

04:53

in einem Balken der ersten Balkenlage aus.

04:57

Es ist nur ein kleiner Keil,

04:59

der die beiden Hölzer gegen das Verrutschen sichern wird.

05:05

Eine häufig verwendete Holzverbindung

05:07

ist der Zapfen und das Zapfenloch.

05:10

Geselle Viktor macht sich an die Ausarbeitung eines Zapfenloches,

05:14

das einige Millimeter tiefer ist als der Zapfen,

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der später darin Platz finden soll.

05:20

Über den Zapfen dürfen keine Kräfte übertragen werden.

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Er sorgt lediglich dafür, dass der Balken nicht verrutscht.

05:28

Wir haben hier traditionell das Zapfenloch.

05:31

Das Gegenstück ist der Zapfen.

05:33

Und das arbeiten wir in der Regel mit dem Kettenstemmer aus.

05:37

Früher hat man das von Hand rausgeklopft.

05:40

Heute hat man die Maschine dafür.

05:43

Trotz der großen handgeführten Maschinen

05:46

benötigt Janik Kraft, um den Brustriegel auszuarbeiten.

05:50

Ein Querbalken, der etwa in Hüfthöhe an der Wand eingebaut wird.

05:55

Er wird mit zwei Nuten versehen, die später die Wandbretter aufnehmen.

06:00

(Kontinuierliches Surren)

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