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Schwester Clarita (26): Abi, Studium, Kloster | TRU DOKU
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Subtitles (354 segments)
Meine Angst war halt, ich hab so dieses Kleid an,
ich schauen an mir runter und merke, das bist du gar nicht.
Da hab ich mich schon gefragt:
Boah, dir stirbt hier so die Gemeinschaft weg.
Kannst du das überhaupt leben?
Als Jugendliche Ordensschwester zu werden,
ist einfach auch ein bisschen abgefahren.
(Kraftvolle Musik)
Wir teilen ja unser Geld, wir teilen unsere Zeit.
Und eben auch so die konkreten Dinge
wie einen Netflix-Account oder ein Auto.
(Dynamische Musik)
Also, ich hab jetzt am Nachmittag
eben ein bestimmtes Zeitfeld von ein paar Stunden
und muss dann aber schauen,
dass ich am Abend wieder zurück bin zum Gebet.
Mein bürgerlicher Name ist Clara, und jetzt bin ich Schwester Clarita.
(Dröhnende Musik)
(Klingeln)
(Lockere Musik)
Ja, wir sind hier im Schwesternrefektorium.
Das ist der Speisesaal von uns Schwestern.
Und hier essen wir dreimal am Tag gemeinsam.
Manchmal im Schweigen, manchmal mit Tischlesung.
Oder, so wie heute, heute ist Ostern,
deswegen reden wir, das ist unterschiedlich.
So, wollt ihr noch Salat hier?
Ich muss den, glaub ich, gleich ... Ich hol mal meine Serviette.
Meine Mitschwestern sind, wie der Name schon sagt,
Schwestern für mich.
Also, wir sind ... ja, miteinander verbunden,
wir teilen gemeinsame Erfahrungen.
Wir teilen vor allem unsere Liebe zu Gott.
Wir haben uns aneinander nicht ausgesucht.
So ist es wirklich ein geschwisterliches Verhältnis,
dass wir füreinander sorgen, aber dass wir auch einander reiben,
dass wir manchmal Streit haben, dass wir uns wieder versöhnen.
Die nächstjüngere Schwester ist 18 Jahre älter als ich.
(Ruhige Klänge)
Ich bin Schwester Clarita,
und ich bin mit 26 Jahren die Jüngste im Kloster.
(Belebte Musik)
Ich bin kirchlich sozialisiert aufgewachsen,
kann mich an keine Phase erinnern, wo Glaube keine Rolle gespielt hat.
Das war, glaube ich,
in meiner Kindheit ziemlich organisch, so.
Grundsätzlich waren wir von Anfang an
als Familie jeden Sonntag in der Kirche.
(Ruhige dynamische Musik)
Also, es gab so Phasen, wo ich irgendwie dachte:
Hm, diese Regeln und dieses sonntags in die Kirche
und generell das Leben so sehr darauf ausrichten,
ist das wirklich gut und macht mich das frei?
Ich habe eigentlich nie an Gott gezweifelt,
sondern mehr so an der Kirche.
Gott hat mich auch echt getragen durch Zeiten,
die auch ein bisschen schwieriger waren.
Ich hatte zum Beispiel eine Zeit,
wo ich echt in der Schule ziemlich schlecht war
und auch mit anderen Dingen einfach beschäftigt war.
Da habe ich trotzdem so Gott als Konstante in meinem Leben
irgendwie gespürt.
(Sanfter Gesang)
Als Kind habe ich schon gedacht, dass ich mal heiraten werde,
auch Kinder haben werde.
Und eine Zeit lang wollte ich gern Tierärztin werden.
(Sie lacht.)
Ich habe mir mein Leben jetzt nicht so wahnsinnig konkret vorgestellt,
aber an Kloster habe ich ehrlicherweise nicht gedacht.
(Lebhafte Musik)
(Schwester Ursula:) Ich kann mich noch gut daran erinnern,
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